FASHION
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Marc Jacobs: Shopping stirbt aus

Freitag, 23. August 2013 / 15:57 Uhr

Designer Marc Jacobs fürchtet, dass Einkaufsbummel aus der Mode geraten.

Marc Jacobs ist kein Fan von Internet-Shopping.

Für den Designer besteht kein Zweifel daran, dass das Internet einen wesentlichen Einfluss auf die Modeindustrie ausübt. Er zeigte sich beeindruckt von der Menge an Leuten, die ihre Kleidung online kaufen. Für Jacobs selbst sei das aber keine Option: «Die Sache, die die Welt verändert hat, ist das Internet. Die Sache, die die Mode ebenso wie Sport, die Nachrichten oder das Verlagswesen verändert hat, ist das Internet. Es ist ein Segen, dass Informationen so schnell erhältlich sind und ein Fluch zugleich, weil die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen kürzer und kürzer wird - vielleicht ist das ja eine gute Sache, ich weiss es nicht», grübelte er in einem Video-Interview mit 'Vogue'. «Ich denke, der menschliche Kontakt und die Freude an einer Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht oder soziale Situationen - die Vorstellung, dass man Spass beim Kaufen von Klamotten hat, die Stoffe anzufassen und die Sachen anzuprobieren - all das fühlt sich an, als ob es aus der Mode gerät, wenn ich die Leute sagen höre, dass sie es lieber online bestellen, als sich in einem Geschäft anzustellen.»

Jacobs ging schon immer gern shoppen und kauft genauso gern Lebensmittel wir Kleidung ein. Während des langen Interviews sprach der Modestar noch eine Reihe anderer Themen an.

Der Designer ist bekannt für seinen durchtrainierten Körper und so verriet er, wie viel Zeit er im Fitnessstudio verbringe. Jeden Tag trainiere er zwei Stunden mit seinem Trainer und konzentriere sich dabei im Wechsel auf verschiedene Körperpartien. Auch wenn er schon eine Weile vorher aufsteht, sei es das Ritual, das ihn am Morgen aufwecke.

Als Kreativ-Chef von Louis Vuitton und Leiter seines eigenen Labels 'Marc Jacobs' teilt er seine Zeit zwischen New York und Paris. Beide Städte verbindet er mit sehr unterschiedlichen Gefühlen: «In New York bin ich in der Nähe meiner Freunde und die Vertrautheit der Stadt fühlt sich sehr real für mich an. Paris hingegen ist wie eine Fantasie und ein Märchen, also habe ich mehr das Gefühl, dass ich den Job im Zuge eines Spiels mache, als ihn wirklich zu machen. Ich fühle mich in New York ganz anders als in Paris. In Paris bin ich als New Yorker angekommen und ich habe das Gefühl, dass Paris sehr mythisch und romantisch ist - meine Existenz dort ist für mich fiktional», berichtete Marc Jacobs.(ga/Cover Media)


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