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Karl Lagerfeld: Kein Marketing-Getue

Montag, 17. März 2014 / 22:21 Uhr

Karl Lagerfeld (80) will nicht «schlicht» aussehen.

Karl Lagerfeld.

Der Kreativchef des Luxuslabels Chanel trägt zu öffentlichen Anlässen immer einen Anzug und eine Sonnenbrille. Teil seines eleganten Outfits ist ausserdem seine Auswahl an Hemden, die mit einem hohen Kragen glänzen und dem Designer somit seinen Kult-Look verleihen. Nun sprach der Modezar über seinen Stil und den Normcore-Trend, der sich damit befasst, dass Hipster nun in der Masse untergehen wollen. Er beharrte darauf, niemals langweilig aussehen zu wollen - es sei denn, er möchte seine Anonymität wahren. «Manche Leute müssen sich nicht anstrengen, um langweilig auszusehen, oder? Ich weiss nicht, wie Ironie und Schlichtheit miteinander einhergehen können. Ich, ich sehe so aus, wie ich aussehe. Mein Look war kein Maketing-Prozess. Ich hatte Hemden mit hohem Kragen schon vor 30 Jahren. Ich kann Ihnen Fotos von Helmut Newton aus den 70er-Jahren mit Hemden wie diesen zeigen. Nein, ich möchte keinen schlichten Look», bekräftigte er gegenüber 'metro.us'.

Sein Kult-Stil sorgt allerdings auch dafür, dass er nicht mehr unerkannt über eine Strasse gehen könne - möglicherweise sollte er seine Outfit-Wahl nochmals überdenken. «Vielleicht sollte ich das, weil ich die Strasse nicht überqueren kann, ohne dass mir die Leute folgen und Fotos von mir haben wollen. Aber das Wort schlicht ist alleine etwas, dem ich selbst in der Ironie versuche zu entkommen. Doch ich muss Bilder dieses Normcore-Trends sehen und dann entscheide ich mich.»

Karl Lagerfeld ist ein Workaholic und so launchte er nebenbei auch noch seine Debüt-Düfte für Damen und Herren. Als er gefragt wurde, welches Parfüm er normalerweise trägt, gab der Fashion-Experte einen Tipp, wie man einen Duft am besten aufträgt. «Nur auf der Kleidung. Niemals auf der Haut. Das ist nicht das Beste, was man tun kann. Selbst heute, wo es weniger gefährlich ist als früher. In der Vergangenheit war es gefährlich. Wenn man da Bergamotte benutzt hat und dann in die Sonne ging, bekam man Sonnenflecken», erklärte er. «Deshalb tragen es Frauen hinter den Ohren auf, weil das eine Stelle ist, die die Sonne nicht berührt. Ich hasse es, Sonnenflecken auf meinen Händen zu haben, deshalb trage ich die Handschuhe. Man muss sich dann um solche Dinge keine Gedanken machen. Sie haben vielleicht nicht diese Art von Problemen, aber ich habe sie.»

Schliesslich hat auch ein Karl Lagerfeld seine Sorgen und Nöte. 

 

(fest/Cover Media)


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