FASHION
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Julie Eilenberger - Inspirationsquelle «Strasse»

Mittwoch, 27. August 2014 / 14:57 Uhr

Designerin Julie Eilenberger beobachtet bei der Suche nach Inspiration gern die Menschen in ihrer Umgebung. Streetstyle als Quelle der eigenen Kreation.

Julie Eilenberger ist unkompliziert, wenn es um die Ideensuche geht.

Die Dänin ist die neue Kreativchefin bei YMC - einem Label, das sich damit rühmt, keinen saisonalen Trends zu folgen. Die Abkürzung YMC steht für You Must Create und die Marke möchte intelligente und gleichzeitig tragbare Mode kreieren.

Eine Geschichte formen

«Ich sitze mit meinem Kopfhörern gern in Parks und beobachte die Passanten. Ich sammle so viel Material und Ideen wie möglich, um daraus eine Geschichte zu formen und eine Richtung für die Saison zu bekommen», zitierte sie 'vogue.co.uk'.

Für ihre Herbst/Winterkollektion 2014, die aus einer Reihe von lässigen Einzelteilen mit einem leicht luxuriösen Charme bestand, erntete Eilenberger viel Lob von den Kritikern. Vor ihrer Anstellung bei YMC arbeitete sie bei Christopher Kane und Sophie Hulme.

Kleider aus aller Welt

Ihre Leidenschaft für Fashion entwickelte sich schon in jungen Jahren: «Als Kind nahm mich meine Mutter immer auf Reisen in exotische Länder mit. Dort kaufte sie mir oft Kleidungsstücke, die kein anderes Kind in meiner Klasse hatte. Ich war schon immer von den verschiedenen Kleidungsstilen fasziniert und mit meinen Geschwistern spielten wir oft Modenschauen nach», erinnerte sie sich.

«Während meines fünfjährigen Modedesign-Studiums in Berlin entwickelte sich meine Leidenschaft für die Handwerkskunst, die hinter den Kleidungsstücken steckt. Doch zunächst fürchtete ich mich noch vor der Mode-Industrie.»

Keine Selbst-Promotion

Die Designerin hat alle Hände voll zu tun, führt sie doch auch ihr eigenes, nach ihr benanntes Label. Das in London ansässige Modehaus machte sich mit seinen entspannten Outfits mit einem luxuriösen Touch einen Namen. Eines ihrer Markenzeichen sind ausserdem die auffälligen Prints.

«Es hängt wirklich davon ab, was man für ein Designer ist und was einem den Kick gibt», antwortete Julie Eilenberger auf Frage zu ihrer Arbeit bei einem fremden Label.

«Für mich ist es nicht so wichtig, ob mein Name auf dem Label steht. Mir geht es nicht nur um Shows und Selbst-Promotion. Ich bin gern im Hintergrund, wo ich die richtige Arbeit mache. Das ist perfekt, wenn man für andere arbeitet.»
(awe/Cover Media)