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Giancarlo Giammetti hielt Jerry Hall für ein Callgirl

Donnerstag, 10. Oktober 2013 / 15:33 Uhr

Valentino-Ehrenpräsident Giancarlo Giammetti (57) hielt Model Jerry Hall auf Grund eines Missverständnisses für ein Callgirl.

Giancarlo Giammetti erinnerte sich an das erste Treffen mit Jerry Hall.

Der Ehrenpräsident von Valentino lernte das ehemalige Supermodel in Rom kennen - noch vor ihrer Hochzeit mit dem Rolling-Stones-Rocker Mick Jagger (70, 'Gimme Shelter'). Als Hall ihm erklärte, dass sie ein 'Cowgirl' aus Texas sei, wurde sie von Giammetti auf Grund ihres starken Südstaatendialekts missverstanden und er dachte, sie habe gerade eine skandalösen Enthüllung gemacht.

«Ich war wirklich schockiert», erinnerte er sich im Interview mit der Novemberausgabe des Magazins 'Vanity Fair'. «Also fragte ich sie schüchtern, ob sie sich mit ihren Klienten übers Telefon oder persönlich verabrede. Sie fragte, von welchen Klienten ich spreche. Ich antwortete, dass sie doch ein Callgirl (eine Prostituierte) sei und sie erwiderte 'Nein, nein, nein! Ich bin ein Cowgirl!' Später wurden wir gute Freunde.»

Wandel in der Modeindustrie

Jahrzehnte nachdem er und Valentino Garavani das Modehaus 1960 gründeten, sinnierte Giammetti über den Wandel in der Modeindustrie. Seiner Meinung nach schätzen die Stars, die sich Designerklamotten leisten können, die Stücke nicht mehr so wie früher. «Der Style ist anders, der Moment ist ein anderer. Dagegen kann man nichts machen. Eine der grössten Veränderungen in der Mode ist der Einfluss der Stylisten. Früher waren die Stars mehr in die Wahl ihrer Outfits involviert. Aber heutzutage werden den Stars und Promis so viele Sachen angeboten, dass sie richtig verwöhnt sind. Es gibt kein Engagement, keine Arbeit, keine Anproben. Sie tragen das Kleid und das ist kurzlebig. Sie haben keine Zeit, ihr Kleid zu lieben», klagte er.

Andererseits haben die Frauen jetzt mehr «Freiheiten» bei der Wahl ihrer Ensembles, erklärte er weiterhin. Die meisten Damen der Schöpfung haben genug Selbstvertrauen, um alles zu tragen, was sie wollen - ganz egal, was die anderen denken. «Ich denke, dass die Frauen keine Designer mehr brauchen, um zu entscheiden, was sie tragen wollen. Früher warteten sie auf Givenchy, Dior oder Valentino, um eine Entscheidung bezüglich des Kleides, der Schuhe, der Tasche zu treffen. Aber wenn sie ein Kleid mögen, dann mögen sie es! Ich denke, das ist eine gute Sache. Das gibt den Frauen viel Freiheit!», entschied Giancarlo Giammetti.
(ig/Cover Media)


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