FASHION
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Erdem: Grell auf Gelb

Dienstag, 12. November 2013 / 14:33 Uhr

Designer Erdem Moralioglu hat eine merkwürdige Besessenheit entwickelt, wenn es um die Farbe Gelb geht.

Erdem Moralioglu liebt die Farbe Gelb und möchte sie einsetzen, wo immer es geht.

Der Modeschöpfer verwendet den Ton in verschiedenen Schattierungen in vielen seiner Entwürfe, die Vorliebe für die sonnige Farbe geht bis in seine Kindheit zurück. Er ist sicher, dass er Gelb immer favorisieren wird, obwohl ihm bewusst ist, dass die Farbe seinen Kollektionen manchmal einen sehr eigenen Anstrich verleiht.

«Seltsame Affinität»

«Das ist schon lustig. Ich glaube, schon bei meiner ersten Kollektion gab es irgendwie viel graues Flanell, mit Schwarz und merkwürdigen gelben Farbspritzern darin. Tja, ich habe eben dieses komische Ding, wenn es um Gelb geht. Aber diese Geschichte gehört hier nicht hin», lachte er im Interview mit 'fashionista.com'. «Ich habe eine seltsame Affinität dazu. Gelb findet sich in all meinen Kollektionen wieder - immer. Ich liebe die Farbe wirklich schon immer. Ich strich als Kind mein Zimmer gelb. Ich liebe Gelb einfach!»

Während des Gesprächs ging es auch um die Inspirationen des Designers und für wen er Kleidung entwirft. Zwar hat der Kreativling während des Schaffensprozess eine bestimmte Frau im Kopf, die verändert sich jedoch stetig. «Für mich lebt sie seit jeher in meinem Sketchbook. Ich zeichne ständig, und ich versuche immer, jede Kollektion im Vorfeld klar zu sehen, was mir durch ihre Illustration gelingt. Die Erdem-Frau war also nie eine konkrete Muse oder ein bestimmtes Zielpublikum.»

'Erdem-Frau'

Dennoch bringt es der Kanadier durcheinander, wenn er immer mehr Frauen in seinen Entwürfen sieht. Nicht, dass es ihn stört, aber es bewirkt, dass er die «Erdem-Frau» noch schlechter greifen kann. So fällt es ihm immer wieder auf, wie unterschiedlich seine Kunden sind und seine Stücke auf ganz verschiedene Weise tragen. «Alles muss eine Entwicklung sein - alles muss sich zu etwas hinbewegen. Gleichzeitig gibt es Elemente deiner Erdem-Frau, die du immer einfügst, da es deine Handschrift ist. Es ist so, wie man das Bild eines bestimmten Malers erkennt, oder einen Song oder ein Buch. Man erkennt die Stimme. Also, auch wenn die Stimme beispielsweise in schwarz und weiss ist, wenn man nah dran geht, erkennt man sie doch», erklärte Erdem Moralioglu, dass es seiner Meinung nach immer eine Essenz gebe, die allen Entwürfen gemein ist.
(ig/Cover Media)


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