FASHION
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Calvin Klein bevorzugt natürliche Models

Mittwoch, 19. Oktober 2011 / 14:55 Uhr

Rede und Antwort: Calvin Klein (68) plauderte über Magermodels und Kate Moss, seine Anfänge in der Fashion-Industrie und sein Suchtproblem.

Calvin Klein gab eines seiner seltenen Interviews.

Der Modeschöpfer gab am Montagabend eines seiner seltenen Interviews in der neuen Fernsehshow 'Fashion Icons' mit Fern Mallis. Zu den Gästen der Show zählten Stars wie Anna Wintour, die dem sonst so verschwiegenen Designer bei seinen Erklärungen zu seiner glanzvollen Karriere lauschte.

Während des Interviews sprach Klein über Topmodel Kate Moss, die er in vielen Werbekampagnen einsetzte und ihr damit zu internationalem Ruhm verhalf. Viele sehen die Kampagnen als Beginn des sogenannten 'Waif-Look', der das Bild des extrem dünnen Models propagierte. «Der Grund für Kate Moss und die ganze Gruppe von Frauen, die jemand 'waif' nannte, lag darin, dass zuvor viele Frauen sich Brustimplantate machen liessen und ihren Hintern operierten. Das Ganze geriet ausser Kontrolle. Ich verabscheute das. Ich wollte jemand, der natürlich war und schon immer dünn. Ich suchte nach dem absoluten Gegenteil dieses glamourösen Typs, der vor Kate gefragt war», erklärte er.

Seine Anfänge

Weiterhin erinnerte sich der Mode-Star zurück an seine Anfänge in der Fashion-Industrie und seinen ersten Job, in dem er Mäntel und Anzüge entwarf. Sein Boss war ein «Alptraum», der bis zum Mittag mürrisch war und alles kritisierte, was Klein zeichnete. Doch schliesslich schaffte er es bis ganz nach oben und ist stolz auf seine Leistungen. Er weiss, dass seine legendäre Unterwäsche-Kollektionen den Leuten in Erinnerung bleiben wird.

«Meine zweite Frau Kelly arbeitete lange mit mir im Design-Studio und sie war zu einem grossen Teil dafür verantwortlich, dass wir Unterwäsche machten. Ich trage sie noch immer. Und ich trage auch die Unterwäsche von anderen Designern, um die Konkurrenz zu testen. In der 'Times' oder 'Newsweek' stand ein Zitat meiner Tochter Marci, indem sie sagte, 'Jedes Mal wenn ich mit einem Typen ins Bett gehe, sehe ich den Namen meines Vaters auf seiner Unterwäsche'. Ich sagte damals zu meinem Psychiater 'Ich finde das nicht besonders witzig.' Er sagte nur 'Mach dich locker'», lachte er.

Suchtprobleme

Im Jahr 2003 machte Klein Schlagzeilen mit seinem auffälligen Verhalten, während eines Basketball-Spiels der 'Knicks' im Madison Square Garden. Kurz darauf begann er eine Entziehungskur und sprach freizügig in dem Interview über den Vorfall. Der Designer kämpfte einige Jahr mit seiner Sucht und erklärte, dass viele Leute ihr schlechtes Benehmen mit ihrem Problem entschuldigen.

«Ich kämpfte mit meiner Sucht und viele Leute haben das gleiche Problem. Das war ein sehr peinlicher und schrecklicher Moment. Es hatte nichts mit meiner Arbeit zu tun. Ich habe genügend Therapien gemacht und an mir gearbeitet. Die Sucht wird nicht durch einen stressigen Job verursacht, obwohl viele Leute in der Modeindustrie unter dem gleichen Problem leiden. Es hat nichts mit der Arbeit zu tun. Es hat mehr mit deiner Kindheit und vielen anderen Sachen zu tun. Man arbeitet ständig an sich und man ist sich immer bewusst, dass es etwas ist, was man nicht machen will, egal ob es sich um Drogen, Sex oder Essen handelt. Es gibt viele Arten von Sucht», erklärte Calvin Klein.

(nat/Cover Media)


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