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Calida: Luxuslingerie hemmt sportliche Wäsche

Dienstag, 27. März 2007 / 08:41 Uhr

Sursee LU - Der Wäschehersteller Calida hat im vergangenen Geschäftsjahr weniger verdient. Grund sind Einmalkosten im Zusammenhang mit der Übernahme und Integration der französischen Dessous-Firma Aubade.

Calida gehört zu den wenigen verbliebenen Schweizer Textilproduzenten.

Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 6,1 Mio. Franken, wie Calida mitteilt. Das sind 1,7 Mio. Fr. weniger als im Vorjahr.

Der Umsatz legte allerdings um 25 Prozent auf 221,3 Mio. Fr. zu. Akquisitionsbereinigt betrug das Wachstum 2,9 Prozent.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich vor Einmalkosten um 60,4 Prozent auf 187,8 Mio. Franken.

Im Jahr 2005 hatte die sonst eher auf sportliche Wäsche setzende Calida den Hersteller von Luxuslingerie Aubade übernommen, für deren Restrukturierung und Integration die Gruppe einiges berappen musste. Die Sonderkosten bezifferte Calida mit 11,8 Mio. Franken.

Anspruchsvolle intergration

Die Integration und die notwendige Restrukturierung von Aubade hätten sich erwartungsgemäss anspruchsvoll gestaltet und seien nun beendet, hiess es in der Mitteilung. Bei Aubade wurden die Nähaktivitäten verlagert und 140 der gut 500 Arbeitsplätze in Frankreich gestrichen.

Die Aktionäre erwartet eine unveränderte Dividende von 5 Franken pro Aktie. Im Berichtsjahr habe die Nettoverschuldung von 9,6 Mio. auf 2,1 Mio. Fr. zurückgeführt werden können. Die Eigenkapitalquote liegt gemäss Angaben bei soliden 58,9 Prozent

(dl/sda)


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