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Alexander McQueen ist immer bei mir

Freitag, 5. Februar 2016 / 19:58 Uhr

Designerin Sarah Burton will ihre eigene Geschichte mit dem Label Alexander McQueen erzählen, trotzdem hält sie den verstorbenen Designer in Ehren.

Sarah Burton denkt noch immer jeden Tag an Alexander McQueen.

Der britische Designer nahm sich im Februar 2010 im Alter von 40 Jahren das Leben. Nach seinem Tod übernahm Sarah Burton (41) als Creative Director das nach ihm benannte Label.

«Ich habe mich immer als Teil von McQueen gefühlt. Ich habe die Kollektionen, an denen ich mit ihm gearbeitet habe, geliebt. Das Erzählen von Geschichten, die geschickte Zurschaustellung, untermauert mit einer Vision und Respekt vor dem Handwerk - das war konkurrenzlos», schwärmte Sarah im 'Porter'-Magazin.

«Ich denke jeden Tag an ihn, aber es ist jetzt wichtig, dass ich meine eigene Geschichte mit den Kollektionen für das Modehaus erzähle. Ich nehme diese Verantwortung sehr ernst.»

Hilreiche «Lehrjahre»

Bemerkenswert dabei ist, dass Sarah und ihr Team alle in Grossbritannien arbeiten. Die Musik, die Architektur und der allgemeine Vibe von London geben ihnen die nötige Inspiration. Deswegen haben sie auch alle Shows des Labels von Paris wieder in die britische Hauptstadt zurückgebracht. Sarah Burtons Arbeitsweise als Creative Direktor des Labes wurde von den Kritiker spätestens 2011 gelobt, als sie das Hochzeitskleid von Herzogin Catherine entwarft, das diese bei der Trauung mit Prince William getragen hatte.

Aber Sarah bleibt bescheiden. Ihren Erfolg führt sie auf das Training, das sie von Lee Alexander McQueen bis zuletzt erhalten hatte, zurück. Beide lernten sich 1996 kennen. Sie bekam eine Stelle bei seinem Label, was die Designerin damals kaum glauben konnte.

«Ich war wirklich jung und schüchtern. Ich rechnete damit, dass ich die ersten drei Jahre gar nichts sagen werde. Ich war einer von ein paar Studenten. Da das Unternehmen so klein war, haben wir viele Teile gemacht. Lee hat die Muster geschnitten und wir haben sie angefertigt. Ich kann mich an die erste Woche erinnern, als er ein Hochzeitskleid an die Puppe gepinnt und mich dann gefragt hat, ob ich es fertig machen kann. Ich konnte nicht gut mit der Nähmaschine umgehen, also habe ich alles mit der Hand genäht», gab Sarah Burton zu.
(bert/Cover Media)


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